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Glas ABC

Altglas
Glas kann wieder eingeschmolzen werden. Glasscherben wirken wie Flussmittel und beschleunigen das Flüssigwerden des Sandes bei der Glasschmelze. Auf diese Weise sparen Scherben Energie.

Butzenscheibe
Runde Glasscheibe mit einer Erhöhung in der Mitte. Die Butzenscheibe entsteht aus einer mit der Glasmacherpfeife geblasenen Glaskugel, die zu einer flachen Scheibe ausgeschleudert wird. Als Erfinder dieses Verfahrens gilt Philipp de Cacqueray, 1330. Butzenscheiben gelten als Symbol „altdeutscher“ Wohnkultur. Eine Gussglas-Sorte imitiert die Butzenscheiben.

Chamäleonglas
Eine Art des Edelsteinglases, die Friedrich Egermann 1835 erfand. Es wurde zu Dekorationszwecken benutzt.

Diatretglas
Römisch – antiker Glasbecher mit umgebendem Glasnetz, das aus einem Glasstück herausgeschliffen wurde.

Emailglas
Glas mit aufgeschmolzener Malerei in opaken Farben.

Feuerpolitur
Blankgeschmolzene Oberfläche des Glases.

Glasmalerei
„Malen“ mit Glas. Die Kunst, Glasfenster aus farbigem und teils bemalten Glasstücken, die durch Bleiruten miteinander verbunden werden, herzustellen. Auch bekannt unter dem Namen Bleiverglasung. Ältester Fund eines Fragmentes der Glasmalerei im Kloster Lorch, aus der Zeit um 880. Die Glasmalerei wird durch den Glaser hergestellt. Glas- und Porzellanmaler beschäftigen sich dagegen mit der Bemalung von Gebrauchs-, Schmuck- und Kunstgegenständen.

Heizglas
Verbundglas, in dessen Zwischenschicht kaum sichtbare Heizfäden eingelegt sind. Anwendung zum Beispiel im Fahrzeugbau.

Klosterhütten
Nach dem Verfall des Römischen Reiches übernahmen die Klöster die Aufbewahrung der antiken Literatur über die Glasherstellung. Sie waren es auch, die bis zum 13. Jahrhundert die Glasherstellung, vor allem für die Kirchenfenster, besorgten. Als das Bürgertum das Wirtschaftsleben zu beherrschen begann, wurde auch die Glaserzeugung von den Klöstern losgelöst.

Lüsterglas
Mit Metalldämpfen gefärbtes Glas, wie es zum Beispiel von Tiffany verwendet wurde.

Milchglas
Bei Zumischung von Phosphaten setzen sich in der Glasmasse feinste kristalline Teilchen ab, die das Glas trüben und undurchsichtig machen. So entsteht das Opak- oder Milchglas.

Netzglas
Durchsichtiges Glas mit eingelegten Milch- oder Farbglasfäden. Diese Technik beherrschen die Venezianer seit dem 16. Jahrhundert.

Opalglas
Undurchsichtiges Glas mit geringer Wärmeausdehnung. Es wird für Glasgeschirr und Lampen mit starker Wärmeentwicklung verwendet.

Profilglas
U-förmig profiliertes Gussglas für den Hochbau. Quarzglas
Es ist sehr temperaturwechselbeständig, erweicht erst bei 1000 °C und hat eine sehr hohe elektrische Isolierfähigkeit. Quarzglas wird aus möglichst reinem Quarz (SiO2) bei über 2000 °C erschollen.

Römer
Der Römer ist ein, meist grünliches, Weinglas mit zylindrischem Hohlschaft und kugeligem Kelch. Form und Name kamen im 16. Jahrhundert auf. Der Römer entwickelte sich aus den Becherformen der Waldglashütten.

Schwarzlot
Zur Glasmalerei wird für Zeichnungen der Konturen Schwarzlot verwendet. Es ist ein fein pulverisiertes Bleiglas mit Eisen und Kupferzusatz, das einer Flüssigkeit wie Terpentin beigemischt wird, um damit malen zu können. Nach dem Aufmalen wird es bei Temperaturen von 550 - 650 °C auf dem Glas eingebrannt.

Tiffanny
Louis Comfort Tiffanny (1848 - 1933) war ein berühmter New Yorker Glaskünstler. Er erfand und benutzte für seine Jugendstil-Lampen und Glasmalereien mehrfach irisierendes Glas. 1902 übernahm er von seinem Vater das bekannte Juweliergeschäft Tiffany & Co. in New York.

Überfangglas
Wird ein farbloses Glas in eine farbige oder getrübte Glasschmelze getaucht, so verbinden sich die Gläser sofort. Man nennt das Überfangen.

Vexiergläser
Scherzgläser und Glasplastiken sowie geblasene Trinkgefäße von absonderlicher Form, bei denen Flüssigkeiten z. B. durch den Henkel laufen. Beliebt waren solche Gläser vor allem im 17. und 18. Jahrhundert.

Waldglas
Grünliches Glas, wie es in den Waldglashütten im 14. Jahrhundert hergestellt wurde. Das grün gefärbte Glas wurde zu seiner Zeit als sehr schön empfunden. Der Römer als Trinkglas geht auf das Waldglas zurück.

Xenon-Lampen
Spezial-Höchstdruck-Entladungslampen wie die Xenonlampe werden sehr heiß und erreichen 1000 - 1200 °C. Deshalb wird für sie Quarzglas verwendet. Xenonlampen geben ein sehr helles, tageslichtgleiches Licht.

Zwischengoldglas
Doppelwandgläser mit Innenvergoldung.

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